1.
CCD-Sensoren (Charge-Coupled Device; dt.:
Ladungsgekoppelte Schaltung)
Der eingebaute Sensor stellt das
Hauptmerkmal einer Überwachungskamera dar. Ein Sony Super HAD 1/3“ CCD Sensor ist die Referenz und bietet damit sehr gute Bildqualität. Dieser Vorteil
ist aber mit einem höheren Produktpreis verbunden. Für den versierten Anwender ist
ein 1/3“ Sony Sensor Grundvorraussetzung zum Kauf und für gute Bildergebnisse.
Der Super-CCD-Sensor
(SCCD) ist ein lichtempfindlicher Chip für die Digitalkameras; es
handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des CCD-Sensors, die
durch eine wabenförmige Anordnung der Zellen (Drehung der CCD-Zellen um 45
Grad) gekennzeichnet ist. Die Größe von CCD-Bildsensoren wird oft in Zoll
(engl. inch) angegeben, gebräuchliche Größen für professionelle
Überwachungskameras sind 1/3". 1/4" Sensoren haben eine wesentlich
kleinere Fläche und sind meist mit einer höheren farblichen Bildverzerrung
verbunden. Diese Zoll-Angabe leitet sich nicht aus der tatsächlichen Baugrösse
des Chips her, sondern beschreibt vielmehr ein Äquivalent zu den alten Bildaufnahmeröhren.
2. CMOS-Sensoren (Complementary
Metal Oxide Semiconductor;
dt.: Komplementärer Metall-Oxid-Halbleiter)
CMOS-Sensoren
werden neben den CCDs u. a. in
der Fototechnik in billigen „low-end“ Geräten eingesetzt. CMOS Sensoren bringen in der Regel Nachteile wie Bildrauschen und geringere Lichtempfindlichkeit
mit sich.
3.
TVL - horizontale Auflösung
Überwachungskameras mit 1/3“
Sensoren werden derzeit hauptsächlich mit einer guten 420 TVL Auflösung für Tag und Nachtaufnahmen angeboten. Die Auflösung kann auch 480 / 520 TVL betragen. Baumann-Security liefert auch diese besonderen Auflösungen auf
Anfrage. Die horizontale Auflösung sowie die PAL Auflösung sind genormte
Standardauflösungen.
4.
LEDs für Infrarotbeleuchtung /
Nachtsicht
Die LEDs sind entscheidend für
die Nachtsichtstärke des Gerätes. Das erzeugte Infrarotlicht ist für das
menschliche Auge unsichtbar. Das sichtbare Lichtspektrum des Menschen liegt in
einem Bereich von 380 bis 740 nm, das infrarote Licht liegt bei einer
Wellenlänge von 740nm oder mehr. Die Anzahl, der
Durchmesser und die Wellenlänge des Infrarotlichtes sind maßgebend für die Reichweite und Sichtbarkeit der
LEDs. Die meisten in Überwachungskameras eingebauten LEDs haben einen
Durchmesser von 5 mm.
Billiggeräte werden teilweise auch mit 3 mm LEDs und
geringer Stückzahl angeboten. Nur wenige Modelle haben die leistungsstärkeren 8 mm LEDs
eingebaut (bei der BMS-STL3002II ist
das der Fall). Die großen 8 mm LEDs werden in der Regel eingesetzt um Areale
bis zu 100 m Entfernung auszuleuchten.

Wichtiges Kriterium bei der Nachtsichtreichweite ist auch die Stückzahl der
LEDs. Unsere Baumann-Security Kameramodelle werden mit 36 hochwertigen LEDs ausgeliefert. Vergleichen Sie selbst.
Ebenfalls der Wellenbereich der
integrierten LEDs ist ein entscheidendes Kriterium. Eine Wellenlänge unter 940nm ist „halb - verborgenes Infrarot“, nah an rotem Licht. Das menschliche
Auge kann den Infrarot-Strahler (rötliches glimmen der LED’s) noch schwach
sehen. Geht die Wellenlänge über 940nm
spricht man von „verborgenem Infrarot“,
dass heißt es ist unsichtbar für das menschliche Auge. Das rötliche Glimmen kann zur
Warnung und Abschreckung potentieller Übeltäter dienlich sein. Ebenso kann dieser Effekt dazu beitragen, dass der Täter bewusst die Überwachungskamera umgeht oder sabotiert. Eine Überführung von Wiederholungstätern ist somit erschwert. LEDs mit Wellenlängen von 940 nm
sind bei Nacht völlig
unsichtbar. Es ist kein rötliches glimmen zu
sehen. Ein entscheidender Nachteil besteht jedoch in der reduzierten Nachtsichtleistung der Kameras. LEDs mit Wellenlängen von 940 nm sind in der Herstellung aufwändiger und daher auch kostenintensiver.
LED’s
produzieren auch Hitze. Wenn sich die Hitze staut und nicht abgeleitet werden
kann, kann das zu einer geringeren Lichtintensität der LED’s führen und die Lebensdauer
der LED’s verkürzen. Daher achten Sie bei der Installation auf eine gute
Luftumströmung der Kamera. Die LED-Lebensdauer in unseren Kameras beträgt laut Hersteller 10.000
h. Eine Nachbestellung der LED-Boards in unserem Haus oder ein Austauschauftrag nehmen wir gerne entgegen.
Kann
man mit Infrarot alles sehen? Die infraroten Strahlen werden von allen Objekten, sowie
Menschen, Tieren und Gras, reflektiert. Das von CCD-Kameras darzustellende Bild
hängt von der Reflektion des Überwachungsobjekts ab. Als Fazit gilt, je höher
die Reflektion von einem Objekt ist, desto einfacher kann die jeweilige Szene
gecaptured werden. Die folgende Tabelle zeigt das Infrarot Reflektionsvermögen
von verschiedenen Objekten:
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Innenbereich
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IR-Reflektionsvermögen
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Weißes Objekt
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90%
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Glas, Mauer…
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70%
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Menschen, Tiere…
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50%
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Spezieller Fußboden
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40%
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Außenbereich
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Schnee
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85%
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Weißes Objekt
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60%
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Roter Ziegel
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35%
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Baum, Gras, Feld
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20%
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Menschen, Tiere…
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20% - 35%
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Teer, Bitumen
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5%
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Wasser, Meere, Flüsse
|
0
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Umschaltung
in Infrarotbetrieb - Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste
Variante ist eine rein elektronische Umschaltung, wobei die Infrarot LED's
automatisch zugeschaltet werden und die Kamera in Schwarz/Weiß Betrieb
übergeht. Die zweite Variante ist eine Kombination aus einem mechanischen
Infrarotfilter und der elektronischen Umschaltung. Bei der Infrarotumschaltung
entsteht eine geringfügige Brennweitenverschiebung. Es gibt spezielle
infrarottaugliche Objektive, die diese Brennweitenverschiebung korrigieren.
5.
Objektiv / Brennweite
Das Objektiv ist eine optische Vorrichtung zur Fokussierung einer gewünschten Szene auf die
Belichtungsvorrichtung der CCTV Kamera. Die Auswahl eines passenden Objektivs ist sehr wichtig, weil sie die
Größe, Form und Schärfe des dargestellten Bildes direkt beeinflusst.

3,6 mm Weitwinkelobjektive sind beispielsweise
für den Nahbereich wie geschaffen da diese größere Sichtwinkel vorweisen und
damit auf kurze Distanzen gut die Umgebung erfassen. Die eingebauten Objektive werden
unterschieden zwischen fester und variabler Iris. Objektive mit
einer festen Iris (fixed focal) haben eine konstante Fokussierungslänge,
während man bei Objektiven mit einer variablen Iris (vario-focal) die
Fokussierungslänge ändern kann.
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2,5mm
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4mm
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6mm
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8mm
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12mm
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16mm
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1/3" CCD (diag. Blickwinkel)
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100°
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83°
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62°
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35°
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25°
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20°
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25% Wiedererkennung
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5m
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8m
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11m
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15m
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25m
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30m
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50% Wiedererkennung
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2,5m
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4m
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5,5m
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7,5m
|
12m
|
15m
|
|
100% Wiedererkennung
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1,5m
|
2m
|
2,8m
|
3,5m
|
5m
|
6,5m
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6. LUX-Wert
Lichtempfindlichkeit (Beispiel: 0.92LUX/F1.2
(LED on))
LUX ist die lat. Bezeichnung für
Licht und ist eine Maßeinheit, die angibt, wie stark
ein Objekt beleuchtet ist. Licht ist der sichtbare Bereich der
elektromagnetischen Strahlung von etwa 380 bis 780 Nanometer (nm) Wellenlänge.
In LUX wird die Beleuchtung eines Bereichs angegeben. Die Nachtsichtkamera
arbeitet zusätzlich mit ihren Infrarot-LEDs, womit ein niedriger Lux-Wert
(Beleuchtungswert der Umgebung) ausreichend ist.
7.
Blende (F1.2, F1.4 usw.)
Unter Blende versteht man die
verstellbare Öffnung des Objektivs, durch die Licht auf die Ebene fällt. Die
Angaben zur Blendöffnung sind international einheitlich geregelt. Die dafür
maßgebende Blendzahl errechnet sich aus der Division der Objektivbrennweite
durch den Durchmesser der Blende.
k = f/D | k: Blendzahl/Blendwert |
f : Brennweite | D: Durchmesser der Blendenöffnung
Von einem Blendwert zum nächst
größeren verdoppelt sich die Menge des einfallenden Lichts. Die Werte folgen in
ansteigender Reihenfolge aufeinander, und zwar von der größten Blendöffnung zur
kleinsten (große Blendöffnung, kleiner Blendwert).
1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 -
11 - 16 - 22 - 32 - 45 - 64
Ein Normalobjektiv mit einer
Brennweite von 50 mm und einen Durchmesser von 25 mm hat somit eine relative
Öffnung (Lichtstärke) von 2. Diese Zahl gibt somit an welche feste Belichtung
verwendetet wird. Für Außenbereiche werden generell geringe Blendwerte
empfohlen um scharfe Bilder zu bekommen. Somit ist ein Wert von 1.2 oder 1.4
empfehlenswert. Eine Kamera mit Auto Iris kann die Blende selbstständig je nach Lichtintensität justieren.
8.
Gamma-Wert
Eine Gammakorrektur wird in
abbildenden Systemen benötigt, um das nichtlineare Helligkeitsempfinden des
menschlichen Auges zu kompensieren. Das Auge reagiert beim Anstieg auf eine
doppelte Helligkeit im physikalischen Sinne nicht zwangsläufig mit einer
Verdopplung der Helligkeitsempfindung. Die empfundene Helligkeit H steigt in
dunklen Bereichen steiler und in hellen weniger steil an. Dem menschlichen
Augen kann man ein Gamma von ca. 0,3–0,5 zuordnen.
Die Intensitätswahrnehmung des
menschlichen Sehens ist nicht linear. Abbildende Systeme sollen die
menschlichen Sehgewohnheiten simulieren bzw. nachbilden, daher wird eine automatische Korrektur notwendig, denn ein elektrischer Sensor (z. B. CCD-Chip) oder eine Elektronenstrahlröhre (siehe Fernseher) arbeiten hingegen
annähernd linear. Der Gammakorrekturwert in Kameras liegt etwa bei 0,45 und ist damit etwas größer als notwendig um den Gamma-Wert des Monitors von
2,5 auszugleichen. |